was sie schon immer über tee wissen wollten... |
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| Tee ist Liebe Tee ist Lust Tee ist Leidenschaft Tee für ein langes Leben |
Außer Wasser wird nichts auf der Welt so viel getrunken wie Tee. Täglich sind es über fünfhundert Millionen Tassen oder Gläser in vielen Ländern der Erde. Tee ist eines der wenigen Getränke, das sich den verschiedenen Kulturen in harmonischster Weise angepasst hat. Wahrscheinlich deshalb, weil man ihn nicht einfach aus der Packung nimmt oder aus einer Flasche gießt. Immer verlangt er eine liebevolle Zubereitung. Ganze Zeremonien sind hierbei entstanden, und immer gibt es genügend Spielraum für neue Varianten. Unterschiedlichste Kulturen haben den Tee als ihr Nationalgetränk erklärt. In China, Japan, Russland, dem Orient, Nordafrika und vielen Teilen Europas ist er ein kaum wahrgenommener, aber immer äußerst wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Tee beruhigt und regt gleichzeitig an. Er fördert das lebhafte Gespräch und lädt gleichermaßen zur Ruhe ein. Mit einer Tasse Tee in der Hand sind viele menschliche Schicksale entschieden worden und viele Emotionen erwacht. Große Denker, Entdecker, Erfinder und Gelehrte haben beim Genuss einer Tasse Tee geniale Ideen und Taten vollbracht. Doch immer ist Tee ein einfaches und für fast jeden Menschen erschwingliches Getränk geblieben, das sowohl den Armen als auch den Reichen ein wenig Freude in den Alltag bringt. |
ANBAU UND ERNTE So wie die Römer uns die Weinreben brachten, verbreiten die Engländer den Teestrauch in Indien. Ceylon und Afrika. Auch heute noch werden sämtliche Tees, die für den Konsum bestimmt sind, in speziellen Teegärten angebaut. Hier werden die Pflanzen sorgfältig in Anzuchtbeeten vermehrt, gehegt und gepflegt, geerntet, verarbeitet und verpackt. Erst dann werden sie, meist per Schiff, in die Länder gebracht, in denen die Freude am Tee bis heute ein Stück Lebensqualität geblieben ist. Die Qualität des Tees wird wesentlich von der Ernte, die große Sorgfalt und Geschicklichkeit erfordert, bestimmt. Hierbei unterscheidet man zwischen Fein- und Grobpflückung. Bei der Feinpflückung werden nur die Knospe und die beiden folgenden jüngsten Blätter geerntet (two leaves and a bud). Hieraus ergeben sich die besten Tees, die man auch im fermentierten Zustand noch an den mit einem leichten weißen Flaum überzogenen Endknospen erkennen kann. Bei der Grobpflückung werden Endknospe und die folgenden drei bis fünf Blätter geerntet. Hieraus werden Tees von etwas minderer Qualität erzeugt. In Asien sind es fast ausschließlich Frauen, die die Ernte vollziehen. Man glaubt hier, daß nur Frauenhände die Feinfühligkeit, Geschicklichkeit und Geduld aufbringen können, die für die gute Qualität des Ertrages garantiere. Gepflückt wird in Körben, die auf dem Rücken getragen werden. Das Ergebnis eines "Tageskorbes" besteht aus etwa 50.000 einzelnen Trieben. Wenn der Korb voll ist, wird er zu einer Sammelstelle gebracht, begutachtet und gewogen. Die Pflückerinnen werden nach Gewicht und Qualität ihres Pflückgutes bezahlt. In Anbetracht der großen Mühe, die jede Pflückerin tagtäglich in heißem, feuchtem Klima auf sich nehmen muß, verdient es schon einen gewissen Respekt, wenn später bei uns der Tee genüßlich und in Ruhe getrunken werden kann. Nachdem alle Tragekörbe gewogen sind, wird der Tee zur weiteren Verarbeitung in die Teemanufaktur gebracht. |
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V E R A R B E I T U N G Dass man sich einer Teemanufaktur nähert, hört man meist schon von weitem am ohrenbetäubenden Lärm der Maschinen. Hier sind es meist Männer, die mit Kraft und Geschick zugreifen. Die Fabrikation von orthodoxem schwarzem Tee besteht aus fünf, überall auf der Welt gleichen Arbeitsgängen. Die frisch gepflückten Blätter werden zunächst auf Roste geschüttet und mit Heißluft zum Welken gebracht, damit sie später beim Rollen nicht zerbrechen. In modernen Fabrikanlagen geschieht das heute im Heißluftkanal, in großen, geschlossenen Behältern. Nach dem Welken werden die Blätter gerollt, früher zwischen den Handflächen, heute mit Rollmaschinen, in denen zwei schwere Metallscheiben nebeneinander rotieren. Das Rollen bewirkt, dass die jetzt noch grünen Blätter zerquetscht werden und der Zellsaft austritt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den späteren Fermentationsprozess. Die gerollten Blätter werden nun auf lange Siebe oder Fließbänder gegeben und nach Blattgröße sortiert. Hierbei wird der Grad der Qualitäten festgelegt. Aus den ganzen Blättern entstehen die verschiedenen Stufen der Blatt-Tees, die gebrochenen werden, je nach Größe, zu Broken-Tees verarbeitet. Die kleinsten Bruchstücke (Fannings) und der feine Staub (Dust) werden in der Regel für die Teebeutelindustrie verwandt. Anschließend folgt der wohl wichtigste Arbeitsgang bei der Herstellung von schwarzem Tee - das Fermentieren. Hierbei erhält der schwarze Tee seine Farbe. Der Fermentationsprozess bestimmt auch, ob der Tee sein feines Aroma entfalten kann. Die gerollten und vorsortierten Blätter werden auf große Zement-, Glas- oder Aluminiumflächen ausgebreitet. Bei einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 90 % und einer Temperatur zwischen 22° und 28° C vollzieht sich die Fermentation, ein komplizierter Prozess verschiedener chemischer Reaktionen. Eine genaue Überwachung der äußeren Einflüsse ist hierbei entscheidend, denn bereits eine um wenige Grade zu hohe Raumtemperatur würde dem Tee einen verbrannten Geschmack verleihen. Ist die Temperatur zu niedrig, wird die gesamte Fermentation unterbrochen. Das Talent des teamakers liegt darin, den Fermentationsprozess im richtigen Moment abzubrechen, und zwar dann, wenn das Blatt aufhört, sich zu erhitzen. Nach der Fermentation erfolgt das Trocknen des Tees unter Heißluft. Erst danach wird er für den Versand verpackt. Der Ablauf der Herstellung von grünem Tee ist ein etwas anderer. Eine Fermentation der Blätter findet hierbei nicht statt. |
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Wie wird der Tee schwarz? Nach dem Pflücken und Welken der Teeblätter werden sie gerollt. Dadurch tritt der Zellsaft aus und verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft. Durch diesen Oxydations- oder Fermentationsvorgang färbt sich das Blatt zunächst dunkel (braun) und enthält dann durch die Trocknung sein schwarzes Aussehen. Warum sind beim grünen Tee die Blätter grün? Gleich nach dem Pflücken und Welken werden die Teeblätter über heißem Wasser gedämpft. Dadurch werden vorhandene Fermente und Enzyme des Blattes zerstört, die sonst für die Oxydation verantwortlich sind. Das Blatt behält seine olivgrüne Farbe. Hat Orange Pekoe etwas mit Orangen zu tun? Nein! Orange erinnert an die Zeit des holländischen Teehandels und in diesem Zusammenhang an die Namen der Nassauer Prinzen von Oranien. Pekoe kommt aus dem Chinesischen (Pak-ho), was soviel wie die feinen Harre eines Neugeborenen bedeutet. In Anlehnung daran bekam die mit einem feinen Flaum überzogene Frühlingsknospe des Teestrauchs ihren Namen. Was sind eigentlich Blattgrade? Blattgrad ist die Bezeichnung der verschiedenen Sortierungen des Tees. Sortiert wird durch die Siebung, nachdem der Tee getrocknet wurde. Bei der orthodoxen Teeproduktion werden zunächst grundsätzlich 4 Gruppen unterschieden: Blatt-Tee, Broken-Tee, Fannings-Tee und Dust-Tee. Fannings und Dust sind die ganz fein gebrochenen Tees, die hauptsächlich für die Teebeutelproduktion verwendet werden. Blatt- u. Broken-Tees werden nochmals, je nach Qualität, in verschiedene Blattgrade unterteilt. Das lerne ich nie! Was heißt denn nun SFTGFOPI? S= Special, F = Fine: Ein besonders sorgfältig und fein gerollter Tee; T = Tippy; Alle Blätter haben goldene (helle) Blattspitzen von besonders jungen Trieben; G = Golden: Goldene Blattspitzen. Fehlt das "T = Tippy" bedeutet dies, daß nur einige Blätter goldene Blattspitzen aufweisen; F = Flowery; Blumiger Duft und ein schönes Aroma; O = Orange: Siehe oben; P = Pekoe: Siehe oben; I = feinste Aussiebung. Und BOP? B steht für Broken, das gebrochene Blatt! Also Broken Orange Pekoe. Broken-Tees sind kräftiger und dunkler als Blatt-Tees und eignen sich besonders gut als Pausentee, für Thermoskannen und zum Verfeinern mit Kandis, Sahne und Zitrone. GFBOP heißt also Golden Flowery Broken Orange Pekoe? Genau richtig! |
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AROMATISIERTE SCHWARZE TEES Aromatisierte Schwarztees blicken auf eine lange und höchst verfeinerte fernöstliche Tradition zurück. In China gibt es bereits seit dem 18. Jahrhundert Tees mit Jasmin-, Rosen- oder Pfirsichblüten. In England schätzt man seit 100 Jahren den wohl bekanntesten aller aromatisierten Tees: den Earl Grey (benannt nach dem britischen Premierminister Edward Grey, Earl of Falladon). Ein Tee, dem das Öl der Bergamottebirne zugesetzt wird. Die Begeisterung für aromatisierte Tees, die seit den 70er Jahren besonders Deutschland, Frankreich und die Schweiz erfasst hat, gab Anlass für eine wahre Explosion verschiedener Aromen. Einige unter ihnen wären wohl besser in einem Parfümflakon als in der Teetasse aufgehoben, denn die eigentliche Komposition, die harmonische Abstimmung von Tee und Aroma hängt in hohem Maße von den fachlichen Fähigkeiten und den empfindlichen Sinnen des Teatasters ab, der durch die Auswahl der richtigen Teesorten und Aromen entscheidend die Qualität des Endproduktes bestimmt. Bei den Aromen wird zwischen natürlichen, naturidentischen und künstlichen Aromen unterschieden. Natürliche Aromen sind konzentrierte Auszüge aus den Schalen oder dem Fruchtfleisch der jeweiligen Früchte; naturidentische Aromen sind, wie der Name schon sagt, identisch mit den Aromen der tatsächlichen Frucht. Sie werden eingesetzt, wenn die aromagebenden Stoffe des natürlichen Aromas in ihrer Intensität zu schwach sind. Sie sind in vielen Fällen sauberer als natürliche Aromen, da sie nicht, wie beispielsweise die Schale einer Zitrusfrucht, agrartechnischen Belastungen ausgesetzt sind. Seit dem 1. Januar 1993 sind naturidentische Aromen nicht mehr deklarationspflichtig. Künstliche Aromen sind für den Einsatz im Teebereich nicht zugelassen. Die in unserem Internet Auftritt angebotenen Tees werden von unseren Teatastern auf der Basis hervorragender Schwarztee-Grundmischungen speziell für den Fachhandel aromatisiert. Sie sind seit Jahren getestet und werden aufgrund neuester Kenntnisse und veränderter Geschmacksbilder laufend ergänzt und variiert. |
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KLASSISCHE ZUBEREITUNG FÜR GRÜNEN TEE: Sie benötigen 2 Kannen (eine zum Aufbrühen und eine zum Servieren), heißes Wasser und natürlich grünen Tee. Zunächst sollten Sie beide Kannen mit heißem Wasser ausspülen. Danach geben Sie die Teeblätter, 10-12 g pro Kanne, das sind ca. 2 Teel., in die Aufbrühkanne. Wenn das Wasser gekocht hat, warten sie mindestens 10 Minuten, dann geben Sie es auf die Teeblätter in die Aufbrühkanne. Als Faustregel gilt, je höher die Teequalität, desto niedriger die Wassertemperatur! Der Tee sollte 2-3 Minuten ziehen. Gießen Sie den Sud durch ein Sieb in die Servierkanne und von dort aus in die vorgewärmten Tassen. Genießen Sie das zarte und liebliche Aroma des grünen Tees ohne Milch und Zucker. |
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AYURVEDISCHE UND YOGI - TEES Vor ca. 5.000 Jahren haben heilige Männer am Fuße des Himalajas eine Medizin entwickelt, die den Menschen in allen Lebenslagen und ausschließlich auf natürlicher Basis im Alltag helfen soll. Ayurveda (das Wissen vom Leben) soll Selbstbewusstsein und Immunsystem stärken und vorbeugend Krankheiten von Seele und Körper fernhalten. In den USA und auch bei uns haben Ayurveda-Zentren regen Zulauf, denn Fitness, Gesundheit und alternative Heilweisen sind in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Ayurvedische Tees gehören als gesunde Getränke zur Gesamttherapie und werden deshalb immer beliebter. Ihre biologisch angebauten Gewürze machen sie wohlschmeckend und somit zu guten Begleitern in jeder Jahreszeit. Die Darreichungsform in Teebeuteln hat den Vorteil, dass sich die kostbaren Teekompositionen mit oft mehr als 10 wertvollen Zutaten nicht entmischen. Lassen Sie sich von dem besonderen Geschmack dieser Tees verzaubern. |
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